
Die TechDays 10 sind leider bereits wieder vorbei.
Es gab eine Grosszahl interessanter Sessions – und ein eher enttäuschendes Catering.
Das Interessante fasse ich mal schnell zusammen:
Silverlight 4 Overview: The key Microsoft UI technology
Diese Session war zweifelsfrei eine der Wichtigsten im Bereich Web: Silverlight 4 erweitert den Funktionsumfang erneut – und wie man erfahren durfte, ist Silverlight zwischenzeitlich auch auf mehr als der Hälfte der Schweizer Rechner installiert. Glänzen kann Silverlight 4 insbesondere mit gutem Rich Text Support, einfachem Databinding sowie einer eindrücklichen Druckunterstützung.
Ausserdem wurde gezeigt, wie einfach man eine Silverlight Webanwendung auf das Windows Phone 7 portieren kann.
OCS 2007 R2 – die Kommunikationsbasis in Richtung WAVE 14
Mit dem Office Communication Server 2007 R2 hat Microsoft ein eindrückliches Tool für die Unified Communication geschaffen – egal ob Chat, Mail, Phone, Conferencing oder Desktop Sharing – alles kann (in Kombination mit Exchange) geplant und durchgeführt werden. So erreicht man eine höhere Produktivität – auch wenn Mitarbeiter räumlich getrennt arbeiten.
Exchange 2010 – Überblick
Für mich persönlich war Exchange 2010 nichts neues, ich setze ihn bereits als persönlichen Mailserver ein. Besonders praktisch sind für mich zwei neue Features:
- Vollständige Unterstützung von Browsern von Drittherstellern. Anders als in Exchange 2003 und 2007 kann man auch mit dem Firefox alle Funktionen des Outlook Web Access verwenden. Das bedeute auch Good-News für Macianer
- SMS-Synchronisation ab Mobile und SMS ab Desktop. Mit Exchange 2010 kann Windows Mobile die SMS synchronisieren und somit sichern. Gleichzeitig hat man in Outlook 2010 die Möglichkeit ein SMS zu schreiben, welches beim nächsten ActiveSync-Abgleich (bei Push-Mail sofort) versendet wird.
Best of Mix 2010
Neben dem Windows Phone (dazu später mehr) ist der IE9 wohl eine der wichtigsten Erungenschaften dieses Jahres. Zum ersten Mal scheint sich Microsoft bemühen, einen konkurrenzfähigen Browser zu erstellen. Interessant hier sind insbesondere DirectDraw2D fürs Rendering (statt über CPU) und Vorab-Kompilieren von JavaScript.
Ausserdem zu erwähnen wäre sicher noch oData – ein interessanter Weg, Informationen von einem Remote-Server zu queryn. Mehr dazu, wie die Abfrage funktioniert hier, eine mögliche Datenquelle hier.
Wndows Phone, the next generation. A first look
Viel Neues gab es für Leser von PocketPC.ch nicht, aber trotzdem war es nochmal eindrücklich zu sehen, wie einfach elegante Anwendungen erstellt werden können. Sascha Corti am zweiten Tag gleich zweimal live zu sehen war natürlich wieder ein grosser Vergnügen, obwohl man seine Entäuschung auf Grund des nicht vorhanden Windows Phone 7 doch sehr gut feststellen konnte
Fazit
Silverlight ist ja nichts anderes als WPF fürs Web – und es hat sich ganz klar gezeigt, das Microsoft von den klassischenForms wegkommen will.
Egal ob auf dem Phone (Windows Phone 7), im Web oder auf dem klassischen Computer: WPF bzw. dessen Light-Version Silverlight soll das UI von morgen werden.
Der Ansatz erscheint mir sehr spannend – und ich freue mich insbesondere auf Windows Phone 7.
CHfish am April 8th 2010 in Microsoft, TechDays